Waschmaschine

Von Renate Lück


Wer einen chronischen Bandscheibenvorfall und rheumatische Arthritis hat, kann ermessen, was Johann K. leidet. Nun ging die Waschmaschine kaputt und er wäscht seine Sachen mühsam mit den Händen. „Das ist nicht optimal“, schrieb die Sozialarbeiterin an „Nachbarn in Not“ und bat um eine Spende für den Kauf einer Waschmaschine.


Selbst bezahlen kann der 50-Jährige das nicht, denn er ist seit einigen Jahren chronisch krank und zudem durch eine posttraumatische Belastungsstörung mit Panikattacken beeinträchtigt. Er lebt mit starken Schmerzmitteln und ist seit längerem in psychiatrischer Behandlung. Dabei hat er bis zu seiner Erkrankung immer gearbeitet. Nach der
Hauptschule war er zuerst in einem Lager beschäftigt. Dann schulte er zum Karosserie- und Fahrzeugbauer um und zwischendurch schaffte er als Maler und Lackierer. Dass er nun nicht mehr erwerbstätig sein kann und auf
Unterstützung angewiesen ist, macht ihm zu schaffen. Er hofft, dass sein Antrag auf Erwerbsminderungsrente bewilligt und die Schwerbehinderung anerkannt wird.


Da er beim Jobcenter schon ein Darlehen für die Wohnungskaution laufen hat, kann er weiter kein Geld bekommen und Ersparnisse sind nicht vorhanden. „Es wäre für ihn eine große Erleichterung, wenn er eine Unterstützung von
„Nachbarn in Not“ bekommen könnte“, steht im Antrag der Diakonie.