Von Renate Lück
Monika T. hat Krebs und bekommt eine Chemotherapie. Das führte allerdings dazu, dass ihre Feinmotorik gestört ist und Hände und Füße sich taub anfühlen. Dadurch rutscht ihr beim Kochen und Abwaschen immer wieder Geschirr
aus den Händen. Die Spülmaschine würde ihr helfen, aber die ist kaputt und kann nicht mehr repariert werden. Deshalb der Hilferuf an „Nachbarn in Not“.
Die 50-Jährige möchte ihre Genesung durch gesunde Ernährung unterstützen und selbst kochen. Die Nervenkrankheit belastet sie nun zusätzlich, doch sie kann sich keine neue Spülmaschine leisten. Sie war gerade in einer Umschulung, weil sie ihren früheren Beruf aus orthopädischen Gründen nicht mehr ausüben konnte. Vier Wochen vor der Abschlussprüfung erhielt sie die Krebs-Diagnose, sodass sie die Ausbildung nicht abschließen konnte. Das Krankengeld, das sie nun bekommt, bezieht sich auf das niedrige Umschulungseinkommen. Wohngeld bekommt sie nicht, weil das Ausbildungsgehalt ihres Sohnes in den Wohngeld-Anspruch der Mutter mit eingerechnet wird. Nun ist Matthäi am Letzten und nur „Nachbarn in Not“ kann noch helfen.
