von Dennis Klemm
Die Anfänge reichen mehr als vier Jahrzehnte zurück: 1983 starteten die drei Sindelfingerinnen Dr. Roswitha Seidel, Heide Müller und Felicitas Röntgen gemeinsam mit der Sindelfinger Zeitung sowie Werner Röhm und Winfried Holtmann die Aktion „Nachbarn in Not“ Drei Jahre später, 1986, wurde der gemeinnützige Verein „Nachbarn in Not“ gegründet. Nach Angaben des Vereins konnten seitdem mit mehr als fünf Millionen Euro bedürftige Menschen unterstützt werden.
Im Mittelpunkt stehen Menschen im Landkreis Böblingen, die durch die Maschen des sozialen Netzes fallen. Hilfe von „Nachbarn in Not“ kommt dann infrage, wenn staatliche Hilfsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Einzelfälle zur Vergabe der Spendengelder werden von Mitarbeitern der Sozial- und Jugendämter sowie anderen sozialen Institutionen begründet.
Dabei setzt der Verein auf eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden. So soll sichergestellt werden, dass Spendengelder erst dann eingesetzt werden, wenn gesetzlich vorrangige Hilfen ausgeschöpft sind. Die Verwendung der Mittel wird zudem bei der jährlichen Mitgliederversammlung offengelegt.
Viele Jahre prägte Dr. Roswitha Seidel die Arbeit von „Nachbarn in Not“. Sie stand bis 2022 an der Spitze des Vereins und ist heute Ehrenvorsitzende. 2010 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande. Den Vorsitz hat heute Jürgen Haar. Carmen Bühl vertritt den Vorstand, Peter Heinkele ist Finanzvorstand.
Getragen wird die Arbeit von den Menschen, Unternehmen und Institutionen, die „Nachbarn in Not“ finanziell unterstützen.

