Nachbarn in Not hilft, ein neues Leben anzufangen

von Renate Lück

Manchmal hat der Vorstand von „Nachbarn in Not“ einen besonders sozialen Tag und unterstützt eine Familie mit einem größeren Zuschuss als normal, wenn ersichtlich ist, wie nötig das ist. Die Sozialarbeiterin in der Diakonie hat sich jedenfalls sehr gefreut, dass einer Familie mit vier Kindern ermöglicht wird, sozusagen ein neues Leben anzufangen.

Familie K. lebte bist vor Kurzem in einer Drei-Zimmer-Wohnung. Das ging anfangs auch leidlich, als sie ein und dann zwei kleine Kinder hatten. Aber erstens wachsen die und außerdem kamen noch ein Bub und kürzlich ein Baby dazu. Das Jüngste schläft bei den Eltern im Bett, die anderen drei auf Matratzen auf dem Boden. Das ist belastend für alle. Besonders die älteren Kinder brauchen jetzt Platz und Ruhe, um ihre Schulaufgaben ordentlich zu erledigen.

Nach langem Suchen und mit sehr viel Glück fanden die Eltern nun ein preisgünstiges Haus, in das sie dank eines freundlichen Vermieters einziehen können. Die Kaution für die Wohnung leihen sie sich von Familie und Freunden. Mit Kinderzuschlag und Wohngeld kam Familie K. bisher zurecht, aber der Verdienst des Vaters, der Vollzeit arbeitet, reichte nicht, um Rücklagen zu bilden. Und seine Frau ist noch in Elternzeit. Sie will sich, wenn das Jüngste mit zwei Jahren einen Kita-Platz bekommt, eine Teilzeitbeschäftigung suchen. Das heißt, jetzt fehlt Geld für drei oder vier Betten und einen großen Kleiderschrank, für den bisher kein Platzwar.

Die Familie war bisher unabhängig vom Jobcenter und sieht Chancen für die Zukunft. Michael K. hofft, eine bessere Arbeitsstelle zu bekommen, bei der er mehr verdient. Deshalb bewilligt „Nachbarn in Not“ die Hilfe zur Selbsthilfe, wie es in den Statuten steht.