Mit „Nachbarn in Not“ zurück ins Berufsleben

von Renate Lück

Brigitte N. hat die Zeit, in der sie arbeitslos war, dazu genutzt, ihre Tante zu pflegen. Nun ist diese gestorben, und die 40-jährige will wieder in ihren Beruf einsteigen. Dafür braucht sie allerdings ärztliche Gutachten, die sie vom Bürgergeld, das sie jetzt bezieht, nicht bezahlen kann. „Nachbarn in Not“ hilft auch hier.

Die letzten Arbeitsstellen, die Brigitte N. vor der Arbeitslosigkeit hatte, waren im Lager einer Versandfirma und in der Logistik. Davor war sie im Fahrdienst für behinderte Menschen beschäftigt. Sie holte Kinder von zuhause ab und kutschierte sie in die Schule. Das machte sie gern, weil sie es als erfüllend empfand, und mit ihrer Kundschaft viel Spaß hatte.

Um da wieder einsteigen zu können, muss sie jetzt ihren Führerschein zur Fahrgastbeförderung verlängern lassen, sonst verfällt er und sie müsste alle Prüfungen noch einmal machen. Das würde viel Geld kosten und wäre mit einigem Aufwand an Zeit verbunden.

Für die Personenbeförderung sind außerdem ein allgemeinärztliches und augenärztliches Gutachten erforderlich, sowie ein polizeiliches Führungszeugnis, damit die Sicherheit der Fahrgäste gewährleistet ist. Die Untersuchungen kann sich Brigitte N. im Moment nicht leisten. Deshalb bat sie „Nachbarn in Not“, ihr beizustehen, damit sie sich wieder richtig in ihrem Beruf engagieren kann.